Gesund durch Entschlackung bis ins hohe Alter

Interview mit Dr. h.c. Jentschura

Was kann basische Körperpflege bewirken?

Jentschura: Das neugeborene Baby zeigt uns, was ausgiebige basische Körperpflege bewirken kann. Der Fötus hat neun Monate unbekleidet im basischen Fruchtwasser mit einem alkalischen pH-Wert von ca. pH 8,5 gelegen. Er kommt mit einer samtweichen, rosaroten und gut durchbluteten Haut zur Welt. Eine so schöne Haut wünschen wir uns jeden Tag und ein Leben lang. Basische Körperpflege entzieht nach dem Wirkprinzip des Konzentrationsausgleiches dem Organismus Säuren und Schadstoffe. Dabei treten die fettlöslichen Schadstoffe durch die Talgdrüsen und die wasserlöslichen durch die Schweißdrüsen aus. Die basische Körperpflege ist mithin die Pflege der Natur, und es ist die wirkungsvollste Körperreinigung.

Die Bedeutung der Haut bei der Ausscheidung von Schadstoffen

Es beginnt die von der Alkalität bewirkte Schadstoffausscheidung in der Haut, setzt sich jedoch mit lange dauernden Bädern bis in die Muskeln und in die Organe fort. In Ihrem Buch „Gesundheit durch Entschlackung“ erläutern Sie, wie man der Verschlackung mit einfachen Mitteln begegnen kann.

Was ist also zu tun?

Jentschura: Die einfachste Methode der Entschlackung ist der von mir entwickelte „Dreisprung der Entschlackung“. Dazu wird jeden Tag ½ bis 1 Liter schlackenlösender Kräutertee getrunken, dazu noch einige Gläser Wasser. Die Ernährung wird mit einem verträglichen Rohkostanteil vollwertig-vegetarisch, auf alle Fälle Vitalstoff- und mineralstoffreich, gestaltet, so dass die Nieren möglichst viele Säuren und Gifte ausscheiden können. Der dritte Schritt meines Dreisprunges der Entschlackung ist die basische Körperpflege mit der Praktizierung von basischen Voll- und Fußbädern, mit basischen Peelings, Inhalationen und Wickeln, damit auch über die Oberhaut möglichst viele Schadstoffe durch die Schweiß- und durch die Talgdrüsen ausgeschieden werden.

Sind die Zufuhr basenbildender Mineralstoffe und basischer Körperpflege auch für sich genommen effektiv, oder kommt es vor allem auf das Zusammenspiel an?

Jentschura: Diese beiden Komponenten der basenbildenden Mineralstoffe oder ganz pauschal der Vitalstoffe und der basischen Körperpflege haben keinerlei sich gegenseitig bedingende Abhängigkeit. Natürlich wirkt das Zusammenspiel effektiver als die singuläre basenüberschüssige Ernährung oder die singuläre basische Körperreinigung. Aber man kann beide für sich betreiben, wobei logischerweise die basenüberschüssige und vitalstoffreiche Ernährung jeden Tag Pflicht für die Erhaltung von Gesundheit und Schönheit ist. Zur intensiven basischen Körperreinigung finden viele Menschen leider erst, wenn sie unangenehm schwitzen oder riechen, wenn sich Ödeme, Jucken oder Brennen oder Übergewicht oder natürlich auch Phänomene wie Gicht, Rheuma oder Schmerzen eingestellt haben.

In Ihrem Buch „Zivilisatoselos“ beschreiben Sie, wie der Mensch sich im Laufe seines Lebens zunehmend selbst vergiftet. Wie ist das gemeint?

Jentschura: Der Mensch vergiftet sich nicht nur im Laufe seines Lebens wissentlich oder unwissentlich. Er wird in unserer augenblicklichen zivilisatorischen Epoche schon im Mutterleib vergiftet. Unter Hebammen galt das Fruchtwasser der werdenden Mutter früher als eine wohlriechende, saubere und äußerst angenehme Flüssigkeit. Diese Reinheit ist leider dem Zigarettenkonsum der jungen Frauen, der empfängnisverhütenden Pille und den Genussmitteln unserer Zeit zum Opfer gefallen. Die augenblickliche Unreinheit des Fruchtwassers ist eine der Ursachen dafür, dass heute so viele Kinder an Neurodermitis und Allergien leiden. In frühester Kindheit werden unsere Kinder vielfach geimpft, wodurch äußerst giftige Schadstoffe in den Körper des Kindes gelangen. Bald werden Ekzeme mit Kortikoiden und Entzündungen mit Antibiotika behandelt, bevor dann bereits in den Kindertagen Amalgam oder Kunststoffe in die kariösen Zähne implantiert werden. Das zurzeit aktuelle Schülerfrühstück aus salzigen Chips und einem süßen Energiedrink setzt die Vergiftungskarriere fort, die dann über den Konsum von Kaffee, Salz und Zucker, über Süßstoffe und hunderte von E-Nummern fortgesetzt wird.

Schnelle Hilfe erwünscht – aber nicht wünschenswert

Wenn sich dann Symptome wie Schmerzen, Rheuma, Gürtelrose o. ä. zeigen, dann wird mit Schmerzmitteln oder anderen Säuren und mit Schadstoffe enthaltenden Medikamenten therapiert, welche die Symptome unterdrücken und die aufgetretene Missbefindlichkeit chronifizieren. Nachdem die modernen Allopathika eine schnelle Überwindung der unliebsamen Symptome sowohl versprechen als auch halten, geht der moderne Mensch immer wieder den Weg der Symptomunterdrückung und nicht denjenigen der Selbstbescheidung und Selbstdisziplinierung, auch nicht den Weg der Änderung seiner Essgewohnheiten und krankmachenden Verhaltensweisen.

Kritiker betonen, die Ausscheidungsmöglichkeit über die Haut seien gering. Wie effektiv ist basische Körperpflege wirklich?

Jentschura: Diese Kritiker sollten sich gescheiterweise einen Vortrag über die Reinigungswirkung des basischen Fruchtwassers für den wachsenden Fötus halten lassen. Das Baby kommt mit der sog. „Käseschmiere“ am Leibe zur Welt. Neun Monate lang hat das Ungeborene alle festen Schadstoffe durch die Schweiß- und durch die Talgdrüsen ausgeschieden. Die basische Körperreinigung im Vollbad des Fruchtwassers ist die perfekte und effektivste Reinigung, erfunden von Mutter Natur. Die Reinigungswirkung basischer Anwendungen ist, wenn man sie intelligent genug einsetzt, beglückend wirkungsvoll. Ich empfehle mittlerweile das Tragen basischer Stulpen an den Unterschenkeln, um möglichst viele der 40 000 jährlich durchgeführten Amputationen von Füßen und Zehen zu minimieren. Man glaubt gar nicht, wie sich in relativ kurzer Zeit von einigen Wochen das Erscheinungsbild verpilzter Nägel, von Gangrän oder Ulcera an den Füßen mit dem Tragen dieser basischen Stulpen verbessert, mit denen man den Zustrom von Säuren und Schadstoffen in die Füße, Zehen und Nägel verhindert. Ebenso empfehle ich das Tragen basischer Halswickel bei Parkinson, Alzheimer, bei Krankheiten der Augen, Nase, Ohren und natürlich des Gehirns. Oder ich empfehle diesen sinnvollen und genialen chemischen Werkzeugen das gesamte lymphatische Reinigungssystem des Oberkörpers von Säuren und Schadstoffen zu befreien. Im Übrigen sind und bleiben basische Fuß- und Vollbäder das Mittel der Wahl, um sich Tag für Tag und Woche für Woche eines Großteils seiner Säuren und Gifte und sonstiger Schadstoffe durch die Schweiß- und durch die Talgdrüsen zu entledigen. Dabei empfehle ich, dass ein Fußbad nach Möglichkeit 15 bis 30 Minuten und ein Vollbad nach Möglichkeit 45 bis 90 Minuten dauern sollte.

Besonderer Tipp:

das basische Vollbad Ein basisches Vollbad ist eine Quelle der Regeneration und eine effiziente Möglichkeit, den Organismus zu entsäuern. Ein Basenbad wirkt darüber hinaus tiefenentspannend und regenerierend. Es hält Haut, Muskeln- und Gewebe elastisch, stärkt das Bindegewebe, regt den Stoffwechsel an und fördert den Blutkreislauf. Die Mobilität der Gelenke, zum Beispiel bei Arthritis, Arthrose, nach Unfällen, Sportverletzungen oder bei altersbedingten Gelenkversteifungen, wird im warmen Wasser verbessert. Ein basisches Vollbad ist eine Quelle der Regeneration.