Dorn im Familienalltag

Vortrag auf dem DORN Kongress in Memmingen am 04.10.2015 - DORN im Familienalltag – das ist uns besonders wichtig, weil es auch Dieter Dorn besonders wichtig war.

Also in der Zeit als ich Dieter kennengelernt habe – das war Ende der 90er Jahre – war es immer wieder Thema das er sagte: „In jeder Familie müsste es einen geben, der sich mit den Selbsthilfeübungen auskennt.“ Und wenn nicht in jeder Familie, dann vielleicht in jedem Haus, in jeder Straße und zumindest im Bekanntenkreis, so das man, bevor man so schwer erkrankt das man zum Arzt gehen muss, sich vorher einfach selber hilft. Über diese Hilfe zur Selbsthilfe ist ja dann auch so eine riesen Bewegung entstanden wie ihr es jetzt hier erlebt.

Ein paar Worte nun vielleicht zu mir. Der Tag der deutschen Einheit gestern und das Thema des Kongresses: „DORN verbindet Länder“, ist ja insbesondere auch mein Thema. Wenn diese Einheit nicht gekommen wäre, dann hätte ich wahrscheinlich Dieter Dorn nicht kennen gelernt, dann würde ich nicht hier stehen und könnte nicht diese wunderbare Arbeit machen, wie wir alle, und helfen und weiter lernen um für die Gesundheit dienlich zu sein.  Ich bin in Sachsen geboren  und habe mich in der Jugendzeit dem Leistungssport gewidmet. Nachdem ich dann das Pharmazieingenieurstudium absolviert hatte, war ich 10 Jahre in der Apotheke tätig und war im ersten Heilpraktikerkurs der damals in Karl-Marx-Stadt angeboten wurde. Mich hatte die Naturheilkunde schon immer fasziniert. So ist der Weg schrittweise …

Ich feiere dieses Jahr 25jähriges Praxis-Jubiläum. Meine Überlegung damals war bei der Vielfalt der Angebote in der Naturheilkunde: Was ist denn das Wesentliche? Womit kann man immer auf alles Einfluss nehmen? Dann bin ich auf die Wirbelsäule gekommen. Das war 1991. Meinen ersten Kurs absolvierte ich bei Rolf Ott, den ihr hier vielleicht auch schon kennen gelernt habt. Das war mein allererster Lehrer. Später erst bin ich zu Dieter Dorn gekommen. Was mich damals fasziniert hat, ist wirklich die Einfachheit der Übungen die jeder machen kann. Man braucht noch nicht mal eine Liege dazu. Man kann besonders in der Familie, wenn man weiß welche Selbsthilfeübungen anzuwenden sind, ganz schnell unterstützend tätig werden. Hier hab ich mal ein Familienfoto gewählt.

Was ist denn eine Familie?

Ich habe zwei Illustrationen herausgesucht. Erst einmal ist die Familie die kleinste Zelle in der Gesellschaft. Von da aus geht man dann ja nach außen. Zu einer Familie gehören eigentlich immer 3 Generationen. 25 Jahre ist immer so ein Wandel, dass immer ein neuer Erdenbürger dazu kommt und einer gehen muss. Aber 3 Generationen müssen immer miteinander leben. Was heißt müssen? Sollen, können, dürfen. Ich habe von einer holländischen Philosophin (oder Philosoph)  den schönsten Spruch gelesen der mir je über den Weg gelaufen ist. Er besagt das eine Familie eine Gruppe von Leuten ist – ein Meisterstück- die sich bedingungslos helfen und sich gegenseitig lieben -  egal ob einer das tut was dem anderen gefällt oder nicht. Das ist das wozu ich Sie in diesem Vortrag aufrufen möchte, das man auch Hilfe in der Familie anbietet, wenn man 100x abgelehnt wird. Man sollte dran bleiben immer wieder das weiter zu geben was man kann und sich nicht persönlich verletzt fühlen. Es ist kein Grund sich in der Familie zurückzuziehen nach dem Motto: „Wer nicht will der hat schon“, sondern ganz frei und mit voller Liebe darauf zuzugehen und zu sagen: „ Komm, ich zeig dir mal die Selbsthilfeübungen“ oder „ lass mich mal da hin fassen“. Auch wenn es Widersprüche gibt oder Themen aufkommen in der Familie. Die Hilfe mit DORN ist immer gegeben. Das Thema: Es kommt ein neues Baby in die Familie. Das ist das Wunderbarste wenn man gleich von Anfang an (das sind übrigens Bilder von Dir Helmuth Koch) das Baby in seiner Entwicklung  unterstützt und die Selbsthilfeübungen der Hüfte anwendet, die Wirbelsäule und  das Kreuzbein ausstreicht. Ganz wichtig ist, dass man das der Mutter zeigt, damit sie weiß wie sie mit ihrem Baby umgeht. Dann wächst das Baby schon so behütet mit DORN auf. Wir haben ganz viele Beispiele in unserer Organisation dass die Mütter wirklich mit ihren Kindern spielerisch arbeiten. Die Kinder, wenn sie draußen hingefallen sind oder merken, ihnen tut irgendwas weh, kommen dann und sagen: „ Mutti, mach mal“.  Auf den Bildern sieht man auch dass es Spaß macht. Es führt ja dann auch soweit das die Kinder sagen: „Hey Mutti, ich kann das schon, ich helfe dir jetzt mal.“ Dann legt sich die Mama auf die Liege, das Kind wendet die Griffe schon spielerisch an und kann vielleicht schon helfen. Die Mädchen auf dem Bild sind noch relativ klein. Wir haben oft auch schon ältere Kinder, die noch nicht erwachsen sind, im Kurs, die dann schon mitmachen, soweit sie möchten. Wir haben dann erfahren dass sie das auch wirklich anwenden und ganz stolz darauf sind das sie schon Selbsthilfeübungen für die Gelenke zeigen können.

Hier sehen wir ein Opa und den Enkelsohn. Das ist immer eine besondere Beziehung wenn eine Generation dazwischen liegt. Unten sieht man eine Mama mit ihrem Kind, die natürlich eine besondere Nähe zu ihm dabei hat. Jede Zeit die man miteinander verbringt, schafft Nähe – ganz klar – und deswegen ist es eben auch wichtig mit dem Menschen in der Familie, dem wir vielleicht gar nicht so gern ein Angebot machen weil wir denken: „Er hätte eigentlich Hilfe nötig, aber er wird sie so wie so nicht annehmen.“ Gerade da sollte man dran bleiben. Die Menschen die Hilfe nicht annehmen können, haben es oft am Nötigsten.

Hier noch ein paar Bilder auf denen man sieht wie man die oberen Gelenke bearbeiten kann. Ihr seht, sie haben richtig Spaß zusammen. Das können natürlich Omas mit Enkeln auch sehr schön machen. Ich hatte neulich eine ältere Dame mit einem Enkelsohn bei mir und ich hatte das Gefühl das ich nicht für die Gelenke des Kindes arbeiten werde, sondern die Oma. Ich hab ihr dann gezeigt wie sie das dann mit dem Buben macht. Sie hat mich dann ein paar Tage später angerufen und gesagt das ihr das so viel Spaß gemacht hat und das der Junge die Übungen jetzt schon bei seinen Geschwistern anwendet. Es war wie eine kleine Lehrvorführung.

DORN im Familienalltag – wenn wir es immer zwei Leuten in der Familie zeigen, dann können die es auch schön weiter tragen. Wenn man nur „behandelt“, dann ist die Information bei dem der behandelt wird. Wenn wir aber das Kind oder den Partner mit einladen, dann wissen es schon zwei aus der Familie. Dann kann man auch die Selbsthilfeübungen viel besser anwenden, weil man sich gegenseitig dran erinnert.

Hier sehen wir noch mal Mutter und Tochter und Vater und Sohn. Auch Vater und Tochter können zusammen arbeiten – jeder kann mit jedem arbeiten. Jeder kann jeden unterstützen. Da solltet ihr Euch auch nicht aufhalten lassen.

DORN ist natürlich auch eine Paartherapie.

Die wenigste Zeit verbringt man als Paar zusammen. Es gibt eine Studie (die etwa zwei Jahre alt ist) das die meisten Paare in Deutschland nur 5 Minuten am Tag im Durchschnitt zusammen verbringen. Nutzen wir die wenige Zeit, wenn es vielleicht auch mehr ist, doch einfach mal gemeinsam sich was Gutes zu tun, unseren Rücken auszugleichen, eine Basis zu schaffen und uns gegenseitig zu stabilisieren.  Über die Paare die bei uns in der Behandlung waren oder auch zur Ausbildung kamen, hab ich mir beim Vorbereiten des Vortrages Gedanken gemacht. Es sind wirklich die, die am längsten dabei geblieben sind. Als Paar ist es so, wenn einer mal was vergisst, ist der andere noch da und erinnert ihn noch mal daran. Ich sehe hier einige in der Runde von denen ich es auch weis. Immer wenn ein Paar oder auch Schwester und Bruder, also zwei aus der Familie zusammen zum Kurs kommen, dann bleibt es länger in der Familie als wenn es nur einer alleine macht. So gut kann man es alleine nicht transportieren. Das Feld was man bereitet, ist einfach dann noch sehr viel größer. Ich würde Euch erst mal fragen: „Habt ihr alle schon in der Familie gearbeitet? Wendet Ihr alle in der Familie DORN an? Kinder, Mütter, Väter, Partner, Eltern, Großeltern. Egal ob Baby oder Großmutter?“ Das ist schön. Vielleicht fällt Euch jemand ein dem ihr noch nicht gezeigt habt was ihr könnt. Dazu möchte ich eigentlich heute aufrufen das Ihr einfach mal in Euch geht und überlegt: Wem in meiner Familie könnte ich die Unterstützung mal angedeihen lassen oder wenigstens mal anfragen? Wo könnte jetzt der Weg weiter hin gehen? Ich habe einige interviewt und gefragt:

„Wie ist das denn so wenn die Familie behandelt wird, woran scheitert es denn?“

Meistens scheitert es an der Zeit. Man hilft natürlich der Familie, aber wenn es nicht ganz akut ist, einer wirklich in Not ist, ist die Familie meist das Letzte was behandelt wird. So ist es auch bei uns. Wir bemühen uns regelmäßig einen Termin zu vereinbaren. Warum?  Weil Termine zu machen ist ganz wichtig, selbst für den Ehemann und die Kinder und zu sagen: „Das ist jetzt die Zeit die ich für dich habe.“  Wenn man das abends als letztes macht, dann hat der der behandelt werden soll, ein schlechtes Gewissen und denkt: „ Der Tag war schon lang genug, ich will ihm das nicht zumuten mich jetzt noch zu behandeln.“ Oder es ist so dass derjenige der behandeln will, sagt: „Heute nicht mehr“. Deswegen ist es wichtig. Macht Termine, nehmt Euch Zeit dafür, denn die Familie ist das Wichtigste in der DORN-Anwendung – auch im Sinne von Dieter Dorn. Ich weiß  es von mir selber, es ist ein trauriges Gefühl: „Du hättest heute so gern mal deinen Sohn behandelt, aber jetzt hast du keinen Termin mit ihm gemacht und es ist heute wieder nichts daraus geworden.“

Das zweite Problem ist Unsicherheit.

Ich habe  viele jünger Frauen die sagen: „Wenn ich jetzt meine Mutter behandle…, ich behandle meine Eltern nicht weil ich sowieso nicht gut genug bin oder ich weiß nicht ob es mir dann gelingt“, oder sie wollen es einfach noch reifen lassen und meinen die Anwendungen klappen einfach noch nicht. Wenn ihr so jemand kennt, macht ihm einfach Mut. Es ist immer gut genug was man tut. Die Selbsthilfeübungen zeigen dass man immer so gut ist wie man sein muss. Wenn man sich einlässt, wird man auch was Gutes tun.

Angst vor Nähe ist auch manchmal das Thema.

Da bin ich wieder bei meinem Aufruf über die persönliche Angst hinweg zu gehen und sich mit Familienangehörigen zu beschäftigen, denen man vielleicht nicht so nahe ist. Aber da wird sich daraus was richtig Gutes entwickeln. Das weiß ich aus Erfahrung, da ich im Familienfeld jetzt auch schon seit 10 Jahren systemisch arbeite. Ich habe erlebt, das man  gerade alte Blockaden lösen kann, wenn man wieder in Kontakt kommt. Über die DORN Methode kann man das am allerbesten, weil man etwas gemeinsam tut.

Setzen von falschen Prioritäten .

Man hat selber einen vollen Tag und hat viele Behandlungen gemacht. Am Abend hat man dann auch keine Energie mehr für die Behandlung in der Familie. Irgendwo hat man doch dann die Priorität falsch gesetzt.

Oder auch  nicht ausgesöhnte Konflikte, die schon die ganze Zeit von mir erörtert wurden. Es geht darum uns persönlich für unsere Familien einzusetzen ohne zu erwarten dass wir gelobt werden oder wir wert geschätzt werden, sondern dass wir die Selbsthilfeübungen in der Familie einfach weiter geben.

An dieser Stelle habe ich ein paar Pünktchen gemacht weil ich fragen wollte ob einer noch eine Idee hat woran es scheitert das man den einen oder anderen in der Familie nicht behandelt. Das können wir auch später als Gespräch noch fortsetzten und weiter in Kontakt sein, wenn Ihr Fragen dazu habt, denn ich habe mich intensiv mit dem Thema beschäftigt.

Die Breuss-Massage ist ein guter Einstieg

Sie ist ein guter Einstieg um wieder miteinander etwas zu machen und passt sehr gut in die Paartherapie. Wenn Mann und Frau zusammen im Seminar sind und ihnen die Breuss-Massage und Selbsthilfeübungen gezeigt werden, dann haben wir festgestellt dass danach ein ganz anderer Friede zwischen den Beiden besteht. Warum? Weil es das Nervensystem tief entspannt und es einfach die Beziehung pflegt. Wenn wir tief entspannt sind, nehmen wir alles andere um uns herum ganz anders wahr, dann können sich auch wieder ganz andere Verbindungen im Gehirn konstruieren. Denn das was wir jetzt denken muss nicht so bleiben, das heißt, wir erleben was Neues und alles das was wir neu an Erfahrungen haben, macht uns auch einen neuen Gedanken. Gedanken sind nicht fest und Gefühle auch nicht, sie können sich verändern. Wenn Ihr ein neues Gefühl zu dem einen oder anderen Familienmitglied schafft, oder ihr Familien helft wieder miteinander arbeiten zu können, miteinander denken oder auch einander zu lieben, dann ist vorausgegangen das sich aufgrund einer neuen Erfahrung neue Schaltstellen im Gehirn gebildet haben. Das ist genau  der Lernprozess der bei Babys passiert und das setzt sich ein ganzes Leben lang fort; was wir neu hinzu lernen, wird auch neu in unser Nervensystem integriert.

Wie kann ich innere Haltungen verändern?

Im Grunde genommen ist es so dass wir immer nur ein Teil von einem sind z.B. ein Teil von einer Familie, die Familie wieder ist ein Teil von etwas Größerem und so geht es immer wieder weiter. Wenn man das verstanden hat, kann man sich auch über persönliche Ärgernisse hinwegsetzen und den Familienalltag so gestalten, dass er gesund ist. Auch wenn noch nicht jeder mitmacht, kann man diese Selbsthilfeübungen, vielleicht wie Zähne putzen, mit einführen. Ich rede jetzt von Selbsthilfeübungen z.B.  für die Hüfte. Man muss auch Widerstände überwinden, diese Übungen einfach tun und einfach daran wachsen. Alles was passiert sollte man nicht so wichtig nehmen, sondern schauen wie man dies in das System integrieren kann. Vergeben und verzeihen ist in der Familie auch ganz wichtig. Weil gerade die Auffälligen in der Familie uns zeigen was zu tun ist. Schwarze Schafe sind in der Familie immer die, die Symptomträger sind, die einfach zuerst die Hilfe benötigen. Nehmt Euch die aus der Familie, mit dem keiner was zu tun haben will, und zeigt ihnen wie DORN geht und wie  man den Körper wider ausrichten kann. Dann folgt auch Geist und Seele nach. Das tut dem ganzen System gut und am Ende uns allen. Eine Möglichkeit ist auch familiensystemisch zu arbeiten. Es ist im Grunde genommen so dass das was wir für wahr halten, nicht die Wahrheit ist, wir haben alle unsere eigene Wirklichkeit. Wen wir sehen wie es den anderen geht, die wir bisher nicht so beachtet haben, dann kommen wir der ganzen Familie wieder näher. Was ist denn die Seele? Da gibt es so viele philosophische Ansätze. Die Seele ist das was immer wachsen will. Ich versteh die Seele so, dass sie immer in Verbindung mit dem System ist, in dem wir leben, aber auch über das Persönliche hinausgeht. Diese persönliche Erfahrung ist in das Kollektive eingebunden und das Persönliche zieht alles andere immer wieder mit. So stell ich mir das Beten vor. Man merkt dabei wie klein man in diesem Ganzen eigentlich ist. Aber man spürt dass man mit etwas Größerem verbunden ist. Wenn man das jetzt auf die Familie überträgt, schaut man das man nur ein Teil dieser Familie ist und alles was man hat, auch dieser Familie zur Verfügung stellen möchte. Wie sieht man in der Familie das System? Man hat eine Familie wo man hinein geboren ist. Die erste Beziehung ist immer die Mutter. Die Beziehung zur Mutter und zum Vater regelt dann auch alle weiteren Beziehungen. Wenn man dann eine eigene Familie gründet, ist das dann ja die Familie in der man lebt. So kommen dann auch diese 75 Jahre zusammen mit der 20 jährigen Wechselgeneration. Deswegen ist es wichtig das die Erfahrungen, die Weisheit der Älteren mit der Dynamik, der Kraft und Power der Jüngeren zusammen arbeitet. So kann alles immer wirklich weiter gegeben werden. Diese Bild habe ich für Sie gefunden um darzustellen wie jeder seine Sichtweise hat, aber doch alles mit allem verbunden ist. Sie können auf jedes dieser 12 Räder schauen, jeder schaut ein anderes an, alle anderen bewegen sich weiter. Das ist ein schönes Symbol dafür dass wir immer nur ein Rad sehen können und alles andere trotzdem weiter geht und dass wir nur ein kleiner Tropfen sind in dem ganzen Ozean. Wenn wir das in unserer DORN-Bewegung so verstehen, dann haben wir noch viel vor – das wir so viele Tropfen in die Familie geben -  als erstes in unsere uns nahe Stehenden, und es dahin auch weiter fließen kann.

Was passiert im Hüftgelenk?

Das sind Bilder die mir immer wieder am Herzen liegen zu zeigen, weil ja diese Kraft der ganzheitlichen Selbsthilfeübungen der Hüfte von Dieter Dorn so wesentlich sind, obwohl noch keiner ganz genau definiert hat was da passiert. Das ist Dr. Hansen. Er hat diese Bilder vor 4 Jahren zum Kongress gezeigt. Er hat 2 oder 3 Patienten MRT- Aufnahmen machen lassen. Der Beinlängenunterschied war etwa 3 cm. Dann hat er nur das längere Bein mit der Selbsthilfeübung behandelt. Die Beine waren danach gleich lang. Was genau passiert, weiß keiner, das Beckengefüge ändert sich, alle Muskeln werden einfach angesprochen. Wenn ich das große Gelenk auf diese Art und Weise bewege, wird die ganze Muskelkette angeregt. Deswegen passiert ja auch sehr viel mehr. Jetzt zeige ich Euch ein Bild wo man die Wirkung dieser Übung sehr gut sieht. Was Ihr hier seht, ist die Blase mit Urinfüllung. Der Blasendruck ist wohl ziemlich stark, da sie sehr gefüllt aussieht. Auf der linken Seite, auf der die Hüftübung stattgefunden hatte, ist die Blase frei zu sehen. Was ist passiert? Nach dem Ausgleich der Beine ist die Blase mit der Urinfüllung richtig in der Mitte d.h. das ganze Beckengefüge hat sich dadurch geändert. Die Aufnahme hat dann auch gezeigt dass die Beinlänge ausgeglichen war. Die 3 cm waren nur durch allein diese eine Übung ausgeglichen, wie im MRT zu sehen war, und die Blase war frei sichtbar. Warum zeige ich das? Um Euch noch mal klar zu machen wie wichtig diese Bewegung ist. Die zwei Bewegungen der Hüftgelenke kann man im Stehen, im Liegen direkt vor dem Einschlafen, vielleicht auch als Ritual bevor man abends schlafen geht, durchführen. Nehmt es euch noch mal ganz intensiv  zu Herzen. Bewegung ist das nächste Thema.

Bewegung für die ganze Familie.

Ich habe diese Seile immer im Auto. Ganz oft mache ich es für mich selbst wenn ich merke das es wieder wo spannt oder ich zu lange Auto gefahren bin. Dann mach ich mir das Seil irgendwo fest. Die Übung mit dem Seil ist für mich das Wichtigste als Selbsthilfetraining, nach dem ich die Blockaden mit DORN gelöst habe und die Beinlänge wieder ausgeglichen ist. Dann zeige ich meinen Patienten, Kunden, Freunden und der Familie diese Übungen, die dann 5-10 Minuten am Tag oder bei Bedarf gemacht werden sollten. Man fühlt sich sofort wieder in seiner Mitte. Es ist Bewegung für die ganze Familie. Diese Bildanimation zeigt deutlich wie dieses Seiltraining funktioniert. Es unterstützt DORN fantastisch und ist eine schöne Selbsthilfe. Ein Seil ist ein ganzes Fitness-Studio. Die Übungen sind so einfach, funktionieren aber erst richtig gut, wenn die Beine gleich lang sind. Es macht erst Sinn die Basis zu ordnen, den Rücken frei zu arbeiten und dann wieder ordentlich das Muskelkorsett zu trainieren. Das geht damit sehr gut. Wir hatten damit auch schon viel Spaß in der Familie. Ob wir auf einer Familienfeier sind oder sonst wo, wenn ich denke ich muss jetzt mal ein paar Übungen machen, hole ich das Seil raus. Ich habe auch schon einige aus meiner Familie dazu angeregt.

Das Wichtigste in unserem Leben ist die Zugehörigkeit

Psychologische Untersuchungen hatten immer wieder gezeigt, dass die Zugehörigkeit das Wichtigste im Leben von Menschen ist. Es ist nicht Liebe, Wertschätzung, Anerkennung  - es ist die Zugehörigkeit. So sollte man die Familie sehen. Selbst wenn wir Widerstände haben oder nicht mit allem einverstanden sind, unsere Seele möchte trotzdem dazugehören. Da sind oft die Widersprüche die sich dann herausstellen. Wir als DORN- Akademie und als RückGrad-Akademie machen ganz viel Kurse wo wir sagen: “Bringt Familienangehörige zu Seminaren und Ausbildungen mit.  Auch sogar zur Therapie ist immer einer dabei. Er sieht somit wie er weiter helfen kann. Das passt auch zu Dieter, das was er wollte war, das es nicht so im Einzelnen bleibt, sondern dass es sich weiter entwickelt und in der Familie bleibt.

Ich war beim Kongress der Neurochirurgen eingeladen, weil der Oberarzt der Neurochirurgie festgestellt hat,  dass Operationen alle gelingen (meine Hochachtung vor den Neurochirurgen), aber der Patient danach immer noch Schmerzen hat. Er hat die große Frage gestellt: „Kollegen, woran liegt es?“ Es liegt daran dass das auch immer eine soziale Erkrankung ist. Jeder Rückenschmerz, jede Bandscheibe vermisst das Eingebunden sein und die Dazugehörigkeit. Es gab danach eine heiße Diskussion in einem engeren Kreis. Nach der OP werden die Patienten einfach nach Hause geschickt, in die Reha oder sonst wohin. Keiner hat mehr einen Bezug. Daraufhin haben wir dann eine Arbeitsgruppe gebildet und herausgearbeitet das immer einer aus der Familie  - zumindest beim Abschlussgespräch – dabei sein sollte bevor der Patient entlassen wird. Es sollen dann einige Übungen gezeigt werden, die dann gemeinsam gemacht werden und auch kontrolliert werden. Das gefiel dem ganzen Auditorium. Seit 1 ½ Jahren wird das jetzt so umgesetzt. Wir haben gesehen das bei den Leuten eigentlich nur zählt das sie aufgefangen werden und dazu gehören. Wenn die Familie das übernimmt, dann ist das natürlich viel besser, als wenn das ein Therapeut übernimmt, zu dem man erst wieder hinfahren muss und zu dem man natürlich nicht diese Nähe hat wie zu der der Familie. Nach einer Operation fehlt die Integration zurück in die Familie.

Wozu ich noch animieren möchte, ist das man auch umgekehrt beginnen kann, man also mit Kindern arbeitet. Wir haben bei uns in Thüringen in Suhl ein Projekt mit Kindern im Vorschulalter gemacht, mit ihnen die Beinlängen getestet und die Knieübungen gemacht. Sie hatten so einen Spaß daran, dass sie das wirklich mit nach Hause genommen haben. Wir haben nachgefragt und sind mit ihnen in Kontakt. Die Kindergärtnerin hat sich dann von den Eltern berichten lassen wie die Kinder abends die Selbsthilfeübungen gezeigt haben.

Es ist also auch eine Möglichkeit von der anderen Seite DORN nahe zu bringen. Über die Erwachsenen geht es oft schwieriger als über die Kinder. Wenn man zu Elternabenden etwas darüber erzählt, ist es nicht so erfolgreich als wenn man mit Kindern arbeitet. Die können es einfach begeisterter weiter tragen.

Noch etwas Persönliches. Ender der 90er Jahre war ich das erste Mal mit meinem Sohn bei Dieter Dorn und wir haben ihn gemeinsam behandelt. Ich finde es immer noch gut wenn Mütter oder Väter mit ihren Kindern kommen und man gemeinsam dran arbeiten kann.

Anleitung zur Selbsthilfe.

Ihr könnt mit Familienangehörigen zu uns kommen um zu lernen wie man mit DORN arbeiten kann. Da ich Pharmazieingenieurin bin, konnte ich es auch nicht lassen noch ein eigenes homöopathisches Mittel herzustellen, dieses sollte in keiner Familienapotheke fehlen. Es ist einzusetzen bei Schmerzen in den Gelenken oder sonstigen chronischen Schmerzen. Es sind nur Sachen darin die den Gelenken helfen: Beinwell, Crocus sativum (entspannt die Muskulatur), Calcium und Gold welches ein homöopathisches Mittel ist, welches gegen Entzündungen wirkt. DORN im Familienalltag – warum nicht auch mit DORN-Komplex.

Es gibt den Film Cloud Atlas. In diesem Film wird so richtig klar wie wir alle miteinander verbunden sind. Dieser Text hier, ich weiß nicht ob er Ihnen so gut gefällt wie mir, zeigt, dass wir mit der Gegenwart verbunden sind. Mit allem was wir Gutes oder Schlechts tun, erschaffen wir die Gegenwart. Wenn wir was Gutes in unsere Familie bringen, bleibt es da auch. Ich sage immer so schön: „Das Universum ist gerecht, irgendwie gleicht es sich immer aus. Es kommt immer alles wieder zu Mitte.“

Helmuth Koch bedankte sich dann  für die informativen Ausführungen zu diesem Thema mit einem Blumenstrauß.