Arbeiten zur Gesundheitsförderung 

Als Laie darf ich nicht therapieren. Therapieren bedeutet das erstellen einer Diagnose und das Beginnen mit der zugeordneten Behandlungsmethode. Welche Behandlung zu welcher Diagnose gehört, das ist durch die Lehrmeinung der medizinischen Fakultäten der Universitäten festgelegt. Wir arbeiten als nicht Ärzte und Heilpraktiker an der Gesundheit um diese verbessern!

Therapie impliziert: "Hier ist meine Last, und jetzt, lieber Therapeut, nimm sie mir weg!" Das möchte ich nicht. Ich möchte die Freiheit haben zu sagen: "Du bist für dein Bündel selber verantwortlich. Wir können uns das zusammen anschauen und suchen gemeinsam den Weg, wie du da wieder raus kommst." Nicht therapieren zu dürfen, ändert auch die Erwartungshaltung der Menschen, die zu mir kommen. Sie sind selbst verantwortlich für ihre Gesundheit und werden von mir nur begleitet.

Therapie oder Behandlung

Ob die Methode, mit der ich arbeite Therapie ist oder nicht, hängt u.a. von der Intention ab, mit der ich arbeite. Beispiel: Im Konzert hören Sie Beethovens 6. Sinfonie. Dann sagt Ihr Arzt, sie brauchen Regenerationstherapie, er schaltet den CD-Spieler an und es erklingt die 6. Sinfonie von Beethoven. Das gibt bald eine Rechnung für Regenerationstherapie über 120,- Euro. Viele Methoden können in der biologischen Medizin in Teilen auch von Laien in medizinischen Hilfsberufen zur Gesundheitsförderung ausgeführt werden.

Wer entscheidet, ob eine Methode Therapie oder Prophylaxe oder Entspannung ist?

Das Gesundheitsamt? Nein, entscheiden kann das nur ein Richter. Das Gesundheitsamt hat - außer bei Gefahr im Verzug (sehr selten) - nur das Recht, eine Urkunde zur Berechtigung der Berufsausübung zu prüfen. Die Gesundheitsberater und die anderen Berufsträger, die wir ausbilden, legen darum ihr Zertifikat der RückGrad-Akademie zur beruflichen Bildung vor, und die Gesundheitsämter können es akzeptieren, weil die Akademie ihre Lehrinhalte und die Lehrkräfte zur Genehmigung vorgelegt hat.

DORN-Massage

Als Ausübender eines medizinischen Hilfsberufes benutze ich nicht die DORN-Methode sondern übe die DORN-Massage zur Gesundheitsförderung aus und so wird es auch vom Gesundheitsamt akzeptiert. Bitte aber auch wirklich als sanfte Massage ausüben! Die Erste, die ich nach meinem Koch-Kurs (Grundkurs bei H. Koch) am Dorn gedrückt habe, war unsere Postbotin. Sie ist 1,90 m groß und fährt einen kleinen Polo als Dienstwagen. Die habe ich so gedrückt, dass sie 4 Wochen blaue Flecken hatte, aber sie war schmerzfrei. So hätte ich als Laie auf keinen Fall arbeiten dürfen. Ein Laie darf keine Wirbel oder Gelenke reindrücken/manipulieren; er kann aber trotzdem sehr erfolgreich nach DORN arbeiten, wie die vielen Gesundheitsberater zeigen.

Die schweren Aufgaben der "Therapeuten"

Zu den wirklichen Therapeuten - in unserem Kreis - sage ich: "Ich weiß um Ihre Last, die Sie zu tragen haben. Ich weiß, wie schwierig es ist, eine Diagnose zu stellen, und ich weiß, wenn Sie die Diagnose stellen, dass Sie dafür gerade stehen müssen." Eine Diagnose ist die exakte Feststellung einer Krankheit und die muss gerichtsmäßig durch Gutachter überprüfbar sein. Deswegen schickt ein Arzt Sie zum Röntgen, da hat er ein Bild vom Bandscheibenvorfall, das ist gerichtsüberprüfbar und wenn etwas zu sehen ist, ist es nicht nur rechtmäßig zu operieren, sondern man muss es auch noch anraten. Einer der führenden Orthopäden Europas, der Leiter der orthopädischen Fakultät der Universität Glasgow, schrieb in einer renommierten Fachzeitschrift, dass nur bei 1% aller Fälle, die als Bandscheibenvorfall diagnostiziert und operiert werden, die Operation wirklich die richtige und Erfolg versprechende Methode sei. Meistens helfe dabei den Leute nur die Narkose (totale Muskelrelaxanz) und der Placebo. Er sagt aber nicht was besser wäre. Vielleicht sollte er auch mal einen Koch-Kurs machen.

Ich bin froh, dass ich als Laie draußen stehe, nicht diagnostizieren und therapieren darf und diese schwere Last nicht zu tragen habe sondern anders arbeiten muss.

Wie haben wir es geschafft, in vielen Jahren in Zusammenarbeit mit Gesundheitsämtern und der Hilfe von Gerichtsentscheidungen diesen Freiraum für Laien zu sichern? Eine Vorrausetzung für den erfolgreichen Weg war, das sich unsere Absolventen an folgende Verpflichtungen halten.

  • Wir setzen uns ein für die Gesundheit und arbeiten ohne jegliche Gefährdung der Menschen, die zu uns kommen.
  • Wir arbeiten immer ganzheitlich und auf allen Ebenen für die Menschen, die zu uns kommen und begleiten sie.
  • Unsere Arbeit dient der Gesundheit. Dienen geht vor Verdienen.
  • Wir achten die Menschen, die zu uns kommen als Partner; wir haben nichts zu verbergen und sprechen in verständlichen Worten über alles.
  • Unsere Arbeit beinhaltet eine sorgfältige Beratung und das Zeigen von Selbsthilfe-Übungen
  • Ziel unserer Arbeit ist die Hilfe zur Selbsthilfe für die Menschen, die zu uns kommen

Wir helfen ihnen diese Punkte zu erfüllen.

Immer wieder wurden wir von Gesundheitsämtern darauf hingewiesen nur an Gesunden zu arbeiten. Auf dem langen Weg ist es uns gelungen das Einverständnis von Gesundheitsämtern zu erlangen, um mit Menschen zu arbeiten, die überwiegend gesund sind auch wenn sie Schmerzen haben. Die zu Ihnen kommen mit Rückenschmerzen, wie viel Prozent sind denn krank von denen? Ein Prozent, zwei Prozent - die anderen 98 % sind noch gesund. Ja, wir arbeiten halt an den 98 %, die noch gesund sind, und nicht an den 2 % Kranken. Wenn ich nicht an dem arbeite, was krank ist, dann mache ich auch keine Therapie sondern ich arbeite zur Gesundheitsförderung.

Arbeit am Menschen, nicht an seiner Krankheit

Von Dieter Dorn habe ich gelernt, immer den ganzen Menschen zu bearbeiten, und wenn ich an den anderen ganzheitlichen Zusammenhängen auch noch arbeite, dann mache ich eine allgemeine, ganzheitliche Anwendung zur Förderung seiner Gesundheit. Ich mache keine Therapie, weil ich nicht zielgerichtet nach einer Diagnose auf das losgehe, was weh tut, sondern ich mache eine allgemeine, ganzheitliche Anwendung zur Förderung der Gesundheit.
Wenn jemand mit Schmerzen zu mir kommt, ist es besonders wichtig, dass er weiß, dass ich kein Therapeut bin. Am besten, ich kläre ihn vorher auf oder lasse ihn das sogar unterschreiben. Ich weise darauf hin, dass er einen Therapeuten aufsuchen bzw. seine Therapie nicht unterbrechen sollte. Ich arbeite nur begleitend zur Verbesserung seiner allgemeinen Gesundheit. Wir wissen ja, dass der Schmerz zwar anzeigt, dass etwas los ist, aber das ist ja nicht die eigentliche Ursache. Es ist viel komplexer und mit ganz anderen Zusammenhängen. Wenn ich am ganzen Menschen arbeite, kommen wir an vielem vorbei und im Gespräch erfahre ich etwas über seine Familie, über ihn, was ihm so passiert ist. Wir arbeiten auf der seelischen Ebene, auf der geistigen Ebene, wir entspannen die Muskulatur. Wir sprechen über die Ernährung genauso wie über seine Fitness und seine Übersäuerung. Komme ich an der Stelle vorbei, die ihm wehtut, darf ich die Muskulatur entspannen (Vorsicht bei Entzündungen!). Ich bitte den Betroffenen, auch seinen Arzt oder Therapeuten über meine Arbeit zu unterrichten, das bringt oft noch viele andere Menschen zu mir. Auch Ärzte selber sind schon gekommen. Dr. Oettmeier sagte gestern, die durchschnittliche Behandlungszeit in einer deutschen orthopädischen Arztpraxis sei 1 Minute und 36 Sekunden. Das reicht, um ein Rezept für Schmerzmittel auszustellen. Er sagte, darauf stünden oft Medikamente, die viele Nebenwirkungen machen. Und die wenigsten haben die Zeit für die Menschen, die wir haben.

Meine Freiheit als Heilungsbegleiter

Ich habe die riesengroße Freiheit, kein Rezept ausstellen zu müssen, ich darf kein Schmerzmittel geben, das Nebenwirkungen macht. Ich darf ganzheitlich nur mit Methoden arbeiten, die den Menschen auf keinen Fall schädigen dürfen oder die unbeabsichtigte Nebenwirkungen haben!
Jeder muss selber entscheiden, wie er arbeitet. Stellen sie sich vor, bei Ihrer DORN-Arbeit steht ein Gutachter und soll beurteilen, ob Ihr Tun eine chiropraktische Therapie ist. Ich habe Ärzte gefragt, die in Prozessen medizinische Gutachten abgeben, sie haben mir bestätigt, dass die Dorntherapie als manuelle Anwendung, als  chiropraktischer Eingriff gesehen wird. Die Überprüfung der Dorn-Therapie durch Schulmediziner ist erfolgt. Die DORN-Therapie ist als therapeutische Maßnahme eingestuft worden. Es gibt ein internes Rundschreiben des Bundesgesundheitsamtes an alle Gesundheitsämter, in dem steht, dass die Gesundheitsämter auf  Reiki, Fußzonenreflexmassage und die DORN-Therapie besonders achten müssen, weil es therapeutische Methoden sind, die nur von Ärzten oder Heilpraktikern ausgeübt werden dürfen. Und das wird gemacht von den Gesundheitsämtern. Sie erhalten dabei Unterstützung von Abmahnvereinen und andern Berufsorganisationen, die die Hinweise liefern. Ein Teil dieser Anzeigen und Abmahnungen läuft über meinen Schreibtisch.

Geistheilerurteil

Vor einigen Jahren, 2003 entschied das Bundesverwaltungsgericht, Geistheilen sei als freie Gewerbeausübung anzusehen und es als erlaubnisfreie Ausübung der Heilkunde anzusehen, wenn die Behandlung wie ein religiöse Handlung aussieht. Ich habe bis jetzt noch keinen religiösen Ritus gesehen, bei dem man auf der Liege liegt. Also ist es in der Praxis immer ein bisschen heikel sich bei energetischen Methoden, wie zum Beispiel Reiki, auf dieses sogenannte Geistheilerurteil zu berufen. Und ich darf vor allem auch dabei nicht sagen, dass ich die Heilkunde ausführe, dass ich therapiere, denn es wird davon ausgegangen das die eigentliche Wirkung ja von einer göttlichen Instanz ausgeht.

Der besondere Erfolg der Laien

Wir als Laien arbeiten, ohne Kenntnisse in der Heilkunde, aber vielleicht gerade deswegen so erfolgreich, weil uns nichts im Weg steht, was uns diesen Weg und den Zugang blockiert. Im deutschen Strafgesetzbuch gibt es den Betrugsparagraphen. Wer anderen unter Vorspiegelung falscher Tatsachen eine Ware oder eine Dienstleistung anbietet, wird mit Geldstrafe oder Gefängnis bestraft. Wenn ich mich Therapeut nenne und bin keiner, ist das Betrug. Ob Sie sich DORN-Therapeut oder Physiotherapeut nennen, der Begriff Therapeut impliziert, dass Sie eine staatliche Ausbildung haben, die Sie legitimiert, Therapeut zu sein. Diese Ausbildung dauert 3 Jahre und schließt mit einer staatlichen Prüfung ab. Sich als Laie DORN-Anwender zu nennen und die Spielregeln einzuhalten ist OK. Nach den neuesten Gerichtsurteilen muss für einen Patienten eindeutig erkennbar sein ob ein Therapeut, zu der Gruppe der staatlich geprüften gehört oder er einer Berufsgruppe angehört, die im Wellnessbereich arbeitet, wie Ayurvedatherapeuten oder DORN-Massagetherapeuten.

Frage aus dem Publikum: "Ist einmal rechtlich geprüft worden, ob die DORN-Methode möglicherweise im weitesten Sinne als "Erste Hilfe" anerkannt werden könnte?

Sie können die DORN-Methode als "Erste Hilfe" ausüben in akuter Situation, im Moment hat sich wer verletzt oder einen Schaden erlitten, dann wird ihnen eventuell niemand etwas anhaben können. Sie haben aber auch gestern gehört, dass wir DORN nicht in einer akuten Situation machen. Das ist eigentlich ein Therapiefehler. Dann arbeitet auch ein Heilpraktiker oder Arzt nicht, er lindert die akute Entzündung - das ist Ihnen untersagt - und arbeitet manuell erst, wenn die Entzündung zurückgegangen ist. Es kommt auch niemand zu Erster Hilfe zu Ihnen nach Hause. Und beim Roten Kreuz lernen Sie im Erste-Hilfe-Kurs auch noch nicht DORN. Als Erste Hilfe sollten sie am besten 110 anrufen und den Ärmsten abholen lassen, an Rückenschmerzen ist ja auch noch keiner gleich gestorben, davon geht übrigens auch jeder Richter aus.

Für weitere Informationen, Gesetzestexte, Detailfragen wenden sie sich bitte an uns